Philosophische Praxis 2

<<<zurückBeantwortung der Frage: Was ist Philosophische Praxis?
Die philosophische Lebensberatung in der Praxis des Philosophen etabliert sich gegenwärtig als Alternative zu den Psychotherapien. Sie ist eine Einrichtung für Menschen, die Sorgen oder Probleme quälen, mit ihrem Leben “nicht zurechtkommen” oder meinen, sie seien irgendwie “steckengeblieben”; die von Fragen bedrängt werden, die sie weder lösen noch loswerden; die sich in der Prosa ihres Alltagslebens zwar bewähren, in vorerst unbestimmter Weise aber “unterfordert” fühlen – weil sie etwa ahnen, daß ihre Lebenswirklichkeit ihren Möglichkeiten nicht entspricht. In der Philosophischen Praxis melden sich Menschen, denen es nicht genügt, nur zu leben oder bloß so durchzukommen, die sich vielmehr Rechenschaft zu geben suchen über ihr Leben und sich Klarheit zu verschaffen hoffen über dessen Kontur, sein Woher, Worin, Wohin. Ihr Anspruch ist nicht selten, einmal über die besonderen Umstände, die oftmals sonderbaren Verstrickungen und den seltsam uneindeutigen Verlauf ihres Lebens nachzudenken. Kurz: Sie suchen die Praxis des Philosophen auf, weil sie verstehen und verstanden werden wollen. Dabei ist es fast nie die Kantische Frage “Was soll ich tun?”, die sie bewegt, häufig hingegen die Frage Montaignes – und die lautet: “Was tue ich eigentlich?”           >>>weiter